Danach

Abgesehen davon, dass Sie einen lieben und wichtigen Menschen in ihrem Leben verloren haben, schlägt nach dem Begräbnis der Amtsschimmel zu. Nachstehend erhalten Sie ein paar Informationen, welche "das mühsame Danach" etwas erleichtern sollen.

Polizeiliche Abmeldung
Es wird empfohlen, den Meldezettel des Verstorbenen/der Verstorbenen im zuständigen Meldeamt abzugeben, wobei eine Sterbeurkunde vorzulegen ist. Das Zentralmeldeamt wird auch vom zuständigen Standesamt über den Todesfall informiert.

Berechtigungen, Verpflichtungen und Verträge
Berechtigungen, Verträge und Verpflichtungen, die auf den Namen des Verstorbenen/der Verstorbenen lauten, müssen aufgelöst oder geändert werden. Dies betrifft u. a. Mietverträge, Mitgliedschaften bei Vereinen und Organisationen, Konten und Daueraufträge bei Geldinstituten, KFZ-Zulassungen, Bauspar- und Versicherungsverträge, Kirchenbeitragsstelle, Post, Gas, Wasser und Strom, Rundfunk- und Fernsehbewilligungen, Telefon, Abonnements bei Zeitungen etc.
Aber auch an die Rücklegung bzw. Änderung bestehender Gewerbeberechtigungen darf man nicht vergessen. Waffenpässe und Dauerberechtigungsausweise müssen zurückgelegt werden.

Abmeldung bei der Pensionsversicherung oder beim Dienstgeber
Die Abmeldung des Verstorbenen/der Verstorbenen bei der Pensionsversicherung oder beim Dienstgeber muss vollzogen werden. Der Auszug aus dem Sterbebuch ist dafür erforderlich.

Zuschüsse
Zuschüsse gewähren unter bestimmten Voraussetzungen Pensionskassen, Krankenkassen, Gewerkschaften, Versicherungen und Vereine. Die Anträge sollten rasch gestellt werden. Beizulegen sind: Antragsformular, Mitgliedskarte, Polizze, Sterbeurkunde, alle notwendigen Rechnungen und Belege.

Steuerliche Behandlung von Bestattungsaufträgen
Detaillierte Informationen bezüglich steuerlicher Behandlung von Bestattungsaufträgen sollten vom zuständigen Wohnsitzfinanzamt oder von einem Steuerberater eingeholt werden.

Versicherungen
Zur Behebung von fälligen Versicherungssummen müssen der Versicherung folgende Dokumente vorgelegt werden: Vergebührte Sterbeurkunde, Versicherungspolizze, Bestätigung über die letzte Prämienzahlung.

Verlassenschaftsabhandlung
Nach jedem Todesfall wird eine Verlassenschaftsabhandlung eingeleitet. Die Personenstandsbehörden sind verpflichtet, das für den Wohnort eines Verstorbenen/einer Verstorbenen zuständige Verlassenschaftsgericht vom Todesfall zu verständigen. Die Todesfallaufnahme wird durch den hiefür zuständigen öffentlichen Notar als Gerichtskommissär, in Ausnahmefällen vom zuständigen Gemeindeamt, gemacht. Die Hinterbliebenen werden vom Notar zur Todesfallaufnahme vorgeladen.

Es empfiehlt sich, zur Todesfallaufnahme, soweit vorhanden, folgende Unterlagen vorzubereiten und mitzubringen:

  • Namen, Adressen, Stand und Geburtsdaten der nächsten Verwandten
  • Standesdokumente (vor allem die Abschrift aus dem Sterbebuch, Geburtsurkunde, ggf.
    Heiratsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, Meldezettel) des Verstorbenen/der
    Verstorbenen
  • Eventuell vorhandene letztwillige Verfügungen
  • Vormundschaftsdekrete, Bescheide über die Bestellung zum Sachwalter
  • Letzter Pensionsabschnitt des Verstorbenen/der Verstorbenen
  • Kurze Aufstellung und Belege über den Nachlass: Bank-, Spar- und Wertpapierkonten,
    Vermögenssteuererklärung, Versicherungsbelege, insbesondere
    Lebensversicherungspolizzen, Grundbuchauszüge, Grundbesitzbögen und
    Einheitswertbescheide, Übergabeverträge, Handelsregisterauszüge, KFZ-Papiere etc.
  • Aufstellung und Belege über Schulden sowie Auslagen anlässlich der letzten Krankheit, des
    Todesfalles und der Bestattung.

Eine sorgfältige Vorbereitung der Todesfallaufnahme vereinfacht das Verlassenschaftsverfahren. Die Erben können bei der Verlassenschaftsabhandlung darüber entscheiden, ob der Nachlass angenommen wird oder nicht.

Sterbeurkunden
Sterbeurkunden werden u. a. zur Vorlage bei Krankenkassen, Versicherungen, Gewerkschaften, Banken, Pensionsversicherungsanstalten benötigt. Für die Ausstellung der Urkunden ist das Standesamt des Sterbeortes zuständig.

Witwen/Witwer- und Waisenpension
Für Anträge (müssen gestellt werden) auf Hinterbliebenenpensionen (für Witwen/Witwer und Waisen) sind nachstehend angeführte Unterlagen erforderlich:

  • Todesbestätigung
  • Heiratsurkunde, ausgestellt nach dem Tode des/der Verstorbenen, von der zuständigen
    Behörde, vor der die Trauung erfolgte
  • Personaldokumente beider Ehegatten (Geburtsurkunden, Staatsbürgerschaftsnachweise,
    Heiratsurkunde, Meldezettel)
  • Pensionsbescheid oder Pensionsauszahlungsabschnitt für den Verstorbenen/die Verstorbene.
    Falls der Antragsteller selbst Pensionist ist, ist auch die Vorlage des eigenen
    Pensionsbescheides bzw. Pensionsauszahlungsabschnittes notwendig. Mit dem
    Pensionsantrag ist auch die vom Hauptverband der österreichischen
    Sozialversicherungsträger ausgestellte Versicherungskarte einzusenden.
  • Nachweis über die Versicherungszeiten des/der Verstorbenen. Stand der/die Verstorbene
    bereits im Pensionsbezug, erübrigt sich die Vorlage von Arbeits- und
    Versicherungsnachweisen.