Vorsorge

(Ordnung schaffen über das Leben hinaus.)

Um Angehörigen im Falle des eigenen Todes Entscheidungen abzunehmen und zu erleichtern bzw. die Beisetzung nach eigenen Vorstellungen zu planen, gibt es mehrere Möglichkeiten der Vorsorge:

  • Auftrag zu Lebzeiten beim Bestatter
  • Vorsorgevertrag mit einer Versicherung
  • Vereinbarung mit einem Notar, mit einer Vertrauensperson
    oder
  • ein Testament

Halten Sie Ihre Wünsche schriftlich fest! Schreiben Sie Ihre Bestattungswünsche nicht in ein Testament, da dieses in den meisten Fällen erst nach dem Begräbnis geöffnet wird!

Wiener Verein
Viele Menschen haben zwar finanziell oder auch testamentarisch Vorkehrungen getroffen, doch ist der Zugriff zu anderen Vorsorgeeinrichtungen aber oft nur erschwert bzw. zu spät möglich.

Neben den Bestattertätigkeiten (Beistellung eines Sarges, Reinigen und Ankleiden eines Verstorbenen/einer Verstorbenen, Einsargen des Leichnams, Überführung in die Leichenhalle, Erledigung der Behördenwege, Organisation und Durchführung des Begräbnisses, Trauerdrucksorten etc.) fallen bei einer Bestattung noch viele zusätzliche Kosten (Kränze, Bekleidung, Pfarrer, Messner, Ministranten, Musik, Chor, Vorbeten, Grab ausheben, Träger, Verwaltungs- und Bundesabgaben, Prosekturentgelt etc.) an.

Mit dem Wiener Verein zum Beispiel werden die sofort anfallenden Kosten abgesichert und die Angehörigen erhalten in Zusammenarbeit mit dem Bestattungsinstitut Trimmel als Kooperationspartner jede erforderliche Hilfe, wo immer im In- oder Ausland ein Todesfall eintritt.

Dokumentenmappe und Gewand
Legen Sie eine Dokumentenmappe an und informieren Sie Vertrauenspersonen darüber, wo diese Mappe zu finden ist. Die Dokumentenmappe sollte alle für einen Bestattungsauftrag notwendigen Dokumente (siehe Dokumente) im Original oder Kopie beinhalten. Zusätzlich zur Dokumentenmappe können Sie das Gewand, das Ihnen im Ablebensfall angezogen werden soll, vorbereiten.

Testament
Ein Testament ist rechtsgültig, wenn es eigenhändig geschrieben und unterschrieben ist. Das Datum und der Ort, wo das Testament geschrieben wird, sind nicht notwendig, aber ratsam. Wird ein Testament mit der Schreibmaschine, dem Computer oder von einer anderen Person geschrieben, muss der Erblasser eigenhändig unterschreiben. Diese Form des Testaments muss von drei Zeugen unterschrieben werden. Ein Zusatz muss auf ihre Eigenschaft als Zeuge hinweisen. Zwei der drei Zeugen müssen gleichzeitig anwesend sein. Der Dritte kann früher oder später unterschreiben. Der Erblasser muss ihnen gegenüber erklären, dass diese Urkunde sein letzter Wille ist. Die Zeugen dürfen nichts aus dem Testament erhalten. Gatte, Gattin, Eltern, Kinder, Geschwister und Verschwägerte von Testamentszeugen dürfen nicht durch das Testament begünstigt werden. Damit das Testament im Ablebensfall auch gefunden wird, ist eine Hinterlegung bei einem Notar, einem Rechtsanwalt oder beim Bezirksgericht ratsam. Die Hinterlegung kann auf Wunsch beim zentralen österreichischen Testamentsregister gespeichert werden. Genaue Auskünfte über die Errichtung eines Testaments erhalten Sie bei jedem österreichischen Notar.